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anonyme pastafaris an die enterhaken! (Gelesen: 7418 mal)
Bruder Spaghettus
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Re: anonyme pastafaris an die enterhaken!
Antwort #30 - 16.04.2008 um 22:35:52
 
Nun wird die Diskussion ernsthaft.
Ich halte meine Position immer noch für die richtige. Atheismus als Religion geht nicht.

Vielleicht sollten wir uns erst mal über die Definition von Religion einigen.
Was verstehst du darunter?
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cacatua_sanguinea
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Re: anonyme pastafaris an die enterhaken!
Antwort #31 - 17.04.2008 um 07:48:48
 
Aye,

denn mal alle Mann an die Enterhaken! Smiley

Zuerst einmal: ich habe mir erst gestern abend das Video ansehen können: super! Ein Klasse-Statement!

Religion: nu ja, ich benutze den Begriff in mehreren Bedeutungen, da das Ganz für mich aber ein Krams ist, lohnt die Mühe nicht, das jeweils auseinenaderzudröseln.

1) Von der theroetischen Seite her ist Religion der Glaube an etwas mit den Sinnen nicht Wahrnehmbares, das Gründe/Ziele/Werte unserer Existenz und unseren Handelns liefert.
In diesem Sinne wären auch Teile der Philosophie, die Psychologie und der Sozialwissenschaften "Religion" - das gebe ich gern zu.

2) Auf einer anderen Ebene ist Religion der persönliche Glauben eines Individuums - an was auch immer. Gott, Elron, Greenbucks, Gäa, egal_was.

3) In der dritten Bedeutung ist es für mich die organisierte Form aus 1) und 2): Menschen mit gleichen Zielen, Werthaltung etc schließen sich zusammen. Denn "gemeinsam sind wir stark, und wer nicht für uns ist, ist gegen uns" - das kennen wir besonders in Deutschland ja genügsam, Erklärung sollte nicht nötig sein. - auch nicht dafür, dass es hierbei um PR geht, um Außendarstellung, und darum, Macht über andere Menschen zu eigenen Zwecken zu bekommen.
Das betrifft übrigens auch die ganzen anderen Leitfiguren, die auf der Grundalge metaphysischer Schelmereien die Dreistigkeit haben, MIR erzählen wollen, wie ICH Mein Leben zu führen hätte.

(Da hier jetzt ja sicher thetanisch operierende Brüder und Schwestern von der anderen Spaßveranstaltung mitlesen werden: sagt doch auch mal was dazu .... )

Spaghettus, können wir uns auf diese drei Punkte vorab einigen?
Ich würde es so sehen, dass die Ablehnung gegen die Organisation 3) und das Gedankengebäude 1) jederzeit in Ordnung geht, lediglich Punkt 2) betrifft das Recht, sich selbst zum Esel zu machen. Obwohl ich von Menschen, die 2) lauthals vor sich hertragen aus Erfahrung nichts halte und sie meide.

Möge immer eine Handbreit Sacue auf Euren Nudeln sein! Smiley
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Bruder Spaghettus
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Re: anonyme pastafaris an die enterhaken!
Antwort #32 - 17.04.2008 um 10:42:22
 
Danke für das  Feedback zum Statement. Ich war direkt nach dem ich es gegeben hatte, eigentlich recht unzufrieden mit mir. Hat sich aber wieder relativiert, als ich das Video gesehen hatte. Da war ich dann gar nicht so stolprig und verkrampft, wie ich mich in Erinnerung hatte.

Zur Religion:

Deine Punkte 1 und 2 sind für mich einfach nur Glauben.
Nach denen kann sicher auch Atheismus Religon sein.

Für mich ist Religion der organisierte Umgang mit Glauben oder Ideologie (Politreligion). Die sind aber immer zwingend mit zwei Sachen verbunden, absoluter Wahrheitsanspruch(die einzig richtige zu sein) und eine Anhäufung von Dogmen, die im Rahmen der Religion mehr oder weniger streng überwacht werden.
Der absoluten Wahrheitsanspruch, zumindest bis das Gegenteil bewiesen ist, gilt auch für den Atheismus. Aber welche gemeinsame Anhäufung von Dogmen sollte es da geben? Doch nur eins: es gibt keine Götter. Streng genommen könnten Atheisten sogar an Geister, Elfen, Zwerge oder Astrologie glauben. (Nur für Naturalisten ist auch das ausgeschlossen). Hier wäre der erste Punkt, warum ich Atheismus nicht als Religion denkbar halte.
Der zweite ist die Organisation. Welche sollte das sein, die hier die Einhaltung des einzigen denkbaren Dogmas der Atheisten überwacht?
Mir sind da keine auch nur ansatzweise denkbaren bekannt. Bei den vielen atheistischen Vereinen gibt es so was nicht. Ich kenne auch keine irdendwie anders organisierte Gruppe, wo das möglich wäre.

Das, worauf du vielleicht abzielst, so eine Art Sendungsbewusstsein, ist auch bei Atheisten denkbar und real. Nur macht das in meinen Augen aus dem Atheismus noch keine Relgion.
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cacatua_sanguinea
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Re: anonyme pastafaris an die enterhaken!
Antwort #33 - 17.04.2008 um 14:27:46
 
Aye,

Zitat:
Deine Punkte 1 und 2 sind für mich einfach nur Glauben.
Nach denen kann sicher auch Atheismus Religon sein.

Genau nach 1) und 2) habe ich es gemeint, und eben im Sinne von KANN. Normalerweise ist Atheismus keine Religion, kann es aber für das Individuum werden.

Zitat:
Religion als organisierter Umgang mit Glauben oder Ideologie (Politreligion)

stimme ich im Sinne von Punkt 3) vollkommen zu.

Zitat:
Die sind aber immer zwingend mit zwei Sachen verbunden, absoluter Wahrheitsanspruch(die einzig richtige zu sein) und eine Anhäufung von Dogmen, die im Rahmen der Religion mehr oder weniger streng überwacht werden.

Ohne jeden Zweifel.

Zitat:
Der absoluten Wahrheitsanspruch, zumindest bis das Gegenteil bewiesen ist, gilt auch für den Atheismus. Aber welche gemeinsame Anhäufung von Dogmen sollte es da geben? Doch nur eins: es gibt keine Götter. Streng genommen könnten Atheisten sogar an Geister, Elfen, Zwerge oder Astrologie glauben. (Nur für Naturalisten ist auch das ausgeschlossen). Hier wäre der erste Punkt, warum ich Atheismus nicht als Religion denkbar halte.

In dieser Variante stimme ich Dir zu. Dann ist ein Atheist jemand, der an keinen Theos (Gott) glaubt – das wäre sogar die ziemlich wörtliche Übersetzung aus dem Griechischen -  darüber hinaus wird aber nichts ausgesagt. Das ist OK.

Zitat:
Der zweite ist die Organisation. Welche sollte das sein, die hier die Einhaltung des einzigen denkbaren Dogmas der Atheisten überwacht?

OK, wenn Du die Organisation als Kriterium nimmst, entfällt das für den Atheismus natürlich.
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Re: anonyme pastafaris an die enterhaken!
Antwort #34 - 17.04.2008 um 22:40:52
 
War mir eigentlich fast schon klar, wir denken die gleichen Gedanken, haben nur nicht die gleiche Sprache (Definition) gesprochen. Smiley

Eins zweifle ich aber auch von deinen Gedanken her an.

cacatua_sanguinea schrieb am 17.04.2008 um 14:27:46:
Normalerweise ist Atheismus keine Religion, kann es aber für das Individuum werden.



Ist Religion für das Individuum überhaupt möglich? Ich meine, bedarf es dazu nicht der Gemeinschaft? Jetzt komme ich selbst ins Schleudern. Ist auch wieder nur Definitonsfrage, oder?

Atheismus als zwanghafte Idee kann ich mir durchaus vorstellen, auch als einfache manifestierte Abwehr oder so. Vielleicht sogar als Ersatzglauben.

Deshalb ist es halt auch wichtig, nicht nur in der verneinenden Richtung Atheist zu sein, sondern sich auch positiv zu besetzen.
Idealerweise als evolutionärer Humanist.  Durchgedreht
Na gut, sind auch noch andere denkbar. Cool
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cacatua_sanguinea
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Re: anonyme pastafaris an die enterhaken!
Antwort #35 - 18.04.2008 um 07:57:42
 
Aye,

habe ich mir ausch schon gedacht, dass wir in dieser Frage ähnlich Positionen vertreten.

Zitat:
Ist Religion für das Individuum überhaupt möglich? Ich meine, bedarf es dazu nicht der Gemeinschaft? Jetzt komme ich selbst ins Schleudern. Ist auch wieder nur Definitonsfrage, oder?

Da können wir gerne drüber reden. Ich meine, das sdie Antwort 'ja' lautet: Du zielst ja offenbar in Deinen "Contras" in Richtung des wie auch immer organisierten Glaubens, also z.B. "die" Kirche als Organisation, Du hast ja auch weiter oben den Aspekt der Organisation klar herausgestrichen.
Unter dieser Prämisse muss Religion natürlich immer organisiert sein, weil es geradezu ein Hauptmerkmal ist.

Ich meine trotzdem, dass ich still im Haus und Elfen, Feen, Bäume oder was_auch_immer glauben kann, ohne organisiert zu sein.
Ist natürlich die Frage, ob das dann noch Religion ist, weil ja ohne PR, Öffentlichkeitswirksamkeit, Meinungsmache, Macht über andere...
Jetzt komme ich aber auch ins Schleudern Smiley

Mussich nochmal drüber nachdenken.
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« Zuletzt geändert: 18.04.2008 um 09:54:29 von cacatua_sanguinea »  

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Re: anonyme pastafaris an die enterhaken!
Antwort #36 - 18.04.2008 um 08:52:45
 
Oops, da hat dir wohl das böse Spaghettieis paar Zeichen abgeknappst.

[quote author=676567657071655B77656A63716D6A6165040 link=1207308565/30#35 date=1208498262]
Ich meine trotzdem, dass ich still im Haus und Elfen, Feen, Bäume oder was_auch_immer glauben kann, ohne organisiert zu sein.
Ist natürlich die Frage, ob das dann noch Religion ist, weil ja ohne PR, Öffentlichkeitswirksamkeit, Meinungsmache, Macht über andere...
Jetzt komme ich aber auch ins Schleudern Smiley
[/qoute]

Ja, ist nicht so einfach zu sagen. Der Knackpunkt ist, wie wird aus Glaube Religion. Wiki sagt dazu weise: Es gibt keine wissenschaftlich allgemein anerkannte Definition des Begriffs Religion.

Wenn ich mich ziemlich stark auf das organisiert sein zurückziehe, meine ich damit aber nicht nur Institutionen wie Kirchen, Orden, Sekten. Da reicht es auch schon, wenn sich Gruppen zur Ausübung ihres gemeinsamen Glaubens treffen.  Vielleicht ist das auch ein weiteres Merkmal von Religion, dass sie irgendwie ausgeübt wird, also irgendwelche Riten praktiziert?
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Re: anonyme pastafaris an die enterhaken!
Antwort #37 - 18.04.2008 um 09:55:42
 
sorry, war ein Einkopierfehler von mir. Habe das Posting korrigiert.
Werde dann erstmal eine Runde nachdenken...
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Antwort #38 - 18.04.2008 um 23:08:38
 
Aye,

das ist eine gute Frage. Sicherlich hat Du mit der Betonung des institutionellen Charakters eine sehr gute Ausgangslage für die Religionskritik gefunden, von der Du Dich ohne argumentative Not nicht zurückziehen solltest.

Ich meine, dass die Grenze zwischen gemeinsamer Ausübung und Insititutionalisierung de facto fließend sein kann. De jure sicher nicht, da diverse Anerkennungsverfahren zu durchlaufen sind, davon rede ich nicht.

Gut, wir reden also von mehreren Menschen mit zumindest einem gemeinsam Glaubensinhalt (Gruppierungen). Ich glaube nicht, das ein Ritus unbedingt notwendig ist, ebenso wie ein Ritus nicht notwendig auf eine Religion hinweist.
Rituale werden wohl eher aus soziologischer oder sozialpsychologischer Sicht zu verstehen sein: gemeinsame festgelegte Handlungsabläufe, die das Gemeinschaftserlebnis ausmachen, die Gemeinschaft über diese Formalismen festigen (und deshalb stark machen), die den Einzelnen immer wieder auf Kurs bringen, etc.
Es geht wohl darum, in die Religionsausübung ein festes geregeltes Moment zu bringen, das Inhalte bis zur Sinnentleerung in die Hirne einzementiert (frag mal einen Christen, was bestimmte Teile seiner Riten bedeuten), das das Wir-Gefühl stärkt (kannste auch gleich sagen: wir sind besser als die anderen), das eine einfache Abgrenzung zu "den Anderen" bietet, und das psychische Tiefe vorgaukelt (der Mensch ist "angerührt"), und so fort.
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Antwort #39 - 18.04.2008 um 23:12:16
 
...
Was mich extrem frustriert, ist, dass offenbar niemand weiß, was er da macht, und warum. Frage einen Christen nach seinem Vaterunser oder nach seinem Glaubensbekenntnis, was bestimmte Verse daraus bedeuten - Du wirst ernüchtert sein. Die Rituale sind so einfach gehalten, dass jeder Dummdödel sie sich merken kann (zielgruppengerecht eben), sie sprechen nie den Verstand an, sondern immer nur dumpfe Empfindungswallungen (das haben auch totalitäre Regime firstclass drauf) und sind imho die opiate Nummer schlechthin.

Ich werde ewig darauf herumreiten: Le Bon's "Psychologie der Massen" lesen!!! Die ganzen "Anführer" kennen dieses Buch und handeln danach, es ist erheblich wirksamer als der arme und zu unrecht gescholtene Machiavelli, und nach der Lektüre sieht man die beliebten Schlagwörter der Anführer mit ganz anderen Augen - das Buch schärft das Gehör gegenüber organisierter Verarsche enorm!
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Re: anonyme pastafaris an die enterhaken!
Antwort #40 - 20.04.2008 um 07:46:47
 
Ich denke, du hast recht. Das Entstehen von Riten dürfte die Folge gruppendynamischer Prozesse sein. Sie vereinfachen auch Abläufe und stärken das Gemeinschaftsgefühl. Irgendwie kommt dann auch ein bisschen Sicherheit auf.
So empfinde ich das  jedenfalls bei unseren Nudelmessen.  Smiley Wobei der Ritus sicher nicht die Folge von Gruppenprozessen ist, sonder bewusste Veralberung heiliger Handlungen. Trotzdem trägt es mMn zur Festigung der Gruppe bei.

Mich frustiert es nicht, dass bei den Gläubigen so viele gar nicht wissen, was er warum macht. So verliert sich der Glaube langsam und die werden etwas offener. Fundamentalisten wissen meist ganz genau was sie machen.

Aber auch bei Gläubigen, die nicht fundamentalistisch sind, sich aber in ihrem Glauben auskennen, hat jeder seinen persönlichen Gott. Es gibt einfach viel zu viele Auslegungsmöglichkeiten. Die führt dann jeder auf  der Basis seiner eigenen Werte durch. Der eine zur Begründung seiner Strenge bis hin zur Gewalt, der andere seiner Duldsamkeit und Opferbereitschaft.  Nur dass keiner von beiden erkennt, dass er nicht nach Gottes willen handelt, sondern Gottes Willen nach seinen eigenen Neigungen interpretiert.

Die Schlimmsten, was das nichts wissen über ihren Glauben ausmacht, sind die Moslems. Die lernen von Kindheit an den Koran. Nur leider in der Ursprungssprache, die die meisten überhaupt nicht können. So plappern sie halt einfach leere Worthülsen. Die meisten sind Analphabeten. Bücher werden im islamischen Raum auch kaum verlegt.  Was Moslems tun und lassen sollen im Sinne ihres Glaubens können sie also nicht selbst interpretieren, das sagt ihnen der Imam.
Wohl auch deshalb sind die wesentlich leichter gleichzuschalten und zu instrumentalisieren.
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Re: anonyme pastafaris an die enterhaken!
Antwort #41 - 21.04.2008 um 09:59:02
 
Aye,

Zitat:
Mich frustiert es nicht, dass bei den Gläubigen so viele gar nicht wissen, was er warum macht. So verliert sich der Glaube langsam und die werden etwas offener.

Gerade das glaube ich eben nicht: durch permanente Wiederholung werden die Phrasen nur einzementiert; solange, bis auch jeder dran glaubt. Ein Satz wird als wahr erkannt, enn er nur oft genug wiederholt wird!!!! Anders: durch gezielte Handhabung einer Phrase wird sie irgendwann wahr.

Zitat:
Fundamentalisten wissen meist ganz genau was sie machen.

Teils-teils: die "Lenker" der Fundamentalisten wissen es natürlich genau, weil sie in der Lage sind, intellektuell zu ihrem eigenen Fundamentalismus auf Distanz zu gehen. Sie können über ihren Tellerrand sehen.
Die armen verführten Schweien hingegen nicht (ich denke jetzt nur an die "not so smart bombs" mit ihren Sprengstoffgürteln).


Zitat:
Es gibt einfach viel zu viele Auslegungsmöglichkeiten. Die führt dann jeder auf  der Basis seiner eigenen Werte durch.

Dann isses aber gaaanz schlecht mit der alleinigen Warhheit Smiley
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Dirty Sam Wreckham
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"Wieso ist der Rum dauernd
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Re: anonyme pastafaris an die enterhaken!
Antwort #42 - 21.04.2008 um 18:52:36
 
Jipp, mich gibt's auch noch.
Vielleicht etwas OT, aber:
Bruder Spaghettus schrieb am 20.04.2008 um 07:46:47:
Die Schlimmsten, was das nichts wissen über ihren Glauben ausmacht, sind die Moslems. Die lernen von Kindheit an den Koran. Nur leider in der Ursprungssprache, die die meisten überhaupt nicht können. So plappern sie halt einfach leere Worthülsen. Die meisten sind Analphabeten.


Ähem, hüstel, ganz sicher? Wann? Bitte präzisieren! Vielleicht verstehe ich dich falsch...

Den Stillstand im europäischen Mittelalter führe ich ganz entscheidend darauf zurück, das alles auf Latein verfasst war! Zu der Zeit konnte kaum jemand, weder Volk noch Adel lesen/schreiben, schon gar nicht Latein, so dass man immer auf die Pfaffen angewiesen war. Man glaubte das, was die Pfaffen allwöchentlich fabulierten. Und über deren primäre Interessen brauchen wir ja nicht zu diskutieren.
Kein Wunder also, dass sich sich die muslimischen Länder weiterentwickelten (die ihre schriftlichen Arbeiten ja auch in allgemeinverständlicher Sprache hielten), wogegen sich wissenschaftlich gesehen im europäischen Mittelalter fast gar nichts tat. Beziehungsweise, wenn sich was anbahnte, wurde der Verfechter ganz schnell mundtot gemacht.
Kalender beispielsweise. Die Kreuzanbeter haben auch deshalb soviele Heilige und Feiertage, damit jeder Depp sich das Jahr (zwischen den (heidnischen) Festen) einteilen konnte: Soundsoviel Tage nach St. Soundso I ist St. Soundso II, dann sind's noch noch soundsoviel Tage bis zum St. Soundso III.
Und wenn man sich den Wahnsinn der Bauern- und Kinderkreuzzüge ansieht, frage ich mich, wer wohl leichter gleichzuschalten war. Ganz ehrlich: mit dem Schwachsinn haben die Kreuzanbeter ne ordentliche Leistung vorgelegt, und deren Rhetorik hat sich bis jetzt nicht großartig verändert.
Sorry, aber die Kreuzzüge sind so eine Art Steckenpferd von mir und bei so einer Verallgemeinerung juckte es mich böse in den Fingern.
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Bruder Spaghettus
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Re: anonyme pastafaris an die enterhaken!
Antwort #43 - 21.04.2008 um 21:37:17
 
Stimmt, ist ein bisschen OT. Aber da ja nicht viel anderes läuft, werden wir schon mit zwei Themen in einem Thread klarkommen.
Nur mit deinen Fragen komme ich nicht klar. Vielleicht könntest du die noch mal konkretisieren.

Ich sprach, soviel erst mal, von dem Zustand in den muslimischen Ländern heute. Hatte gerade gelesen, dass in manchen Ländern über 70% der Frauen Analphabeten sind. Belegen kann ich es aber nicht. Auffällig ist jedenfalls, wie wenig Bücher, egal welcher Art, im gesamten islamischen Raum verlegt werden. Es sind unter 1000 pro Jahr.

Das in den Koranschulen die Kids nicht etwa lernen, den Koran zu lesen sondern ihn nachzuplappern, ist doch aber schon Allgemeinwissen, oder? Der darf nämlich nicht übersetzt werden. Also wird, ohne wirklich ein Wort zu verstehen, einfach auswendig gelernt.
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Niadien
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RAmen!

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Re: anonyme pastafaris an die enterhaken!
Antwort #44 - 22.04.2008 um 15:11:27
 
Auch wenn die Frage jetzt nicht so passend ist. Aber kann mir jemand sagen, wie ich an eine der wunderschönen Masken herankomme, die auf den Dmos getragen werden? Ich will da nämlich nicht ohne eine solche aufkreuzen...
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